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Rezension zu „Die Hohenzollern einst und jetzt“, 27. überarbeitete Auflage, Bonn 2015

von Ministerialrat Dr. iur. utr. Christian Raap, Rechtsritter des Johanniterordens, Bonn

Vor gut 600 Jahren, am 30. April 1415, belehnte der deutsche König und spätere Kaiser Sigismund den Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg mit dem Kurfürstentum Brandenburg. Der neue Kurfürst, nunmehr Friedrich I. genannt, entstammte dem 1061 erstmals urkundlich erwähnten und bisher recht unbekannten südwestdeutschen Adelsgeschlecht der Hohenzollern. Da die Kurwürde erblich war, zählten die Hohenzollern seither zu den ersten Familien des Reiches.

Bedeutende Hohenzollern haben auf die deutsche und europäische Geschichte maßgeblichen Einfluss genommen. Unter den herausragenden Persönlichkeiten sei nur Friedrich der Große genannt.

Im Anschluss an eine kurze Beschreibung der Burg Hohenzollern als Stammsitz sowie Darstellung von Herkunft und Anfängen der Hohenzollern behandelt der Autor alle Kurfürsten, Könige und Kaiser aus der Familie. Die prägnanten Porträts zeigen die Stärken und Schwächen dieser Persönlichkeiten auf. Nach den Lebensbildern der Hohenzollernherrscher befasst sich das Buch mit den Nachfahren Kaiser Wilhelms II., den Seitenlinien des Hauses Preußen und der fürstlichen Linie in Hohenzollern sowie den Grabstätten der brandenburgisch-preußischen Hohenzollern. Besonderen Wert hat der Band durch das Aufzeigen der komplexen dynastischen Verflechtungen.

Wer sich fundiert über die Hohenzollern informieren will, ist mit dieser gut lesbaren, übersichtlichen und reich bebilderten Publikation bestens bedient. Dass die Broschüre bereits 27 Auflagen erlebt hat, spricht für sich.
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